Neues Veranstaltungszentrum in Immenrode

Franticzek Podilskow ist Gestalter und Konzeptionist der Ilsenburger Harzlandhalle. Ihm wurde die verbindliche Baugenehmigung in Immenrode erteilt, um hier eine weitere Harzlandhalle zu errichten. In Ableitung aus dem Ilsenburger Erfolgsmodell wird die bauliche und architektonische Konzeption grundlegend übernommen. Nun stellt sich die Frage, ob sich nicht spätestens ab heute die leidige Diskussion über den Neubau der Vienenburger Stadthalle erledigt hat.

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Zu aktuellen Thematik befragt, äußert sich Bauherr und Investor Franticzek Podilskow kritisch über die Instanzen der Verwaltung, wenn diese sich als Unternehmer versuchen wollen: „Es ist sehr löblich, wenn, wie in Vienenburg, die Wege geöffnet werden, um die Infrastruktur mittels einer neuen Stadthalle zu aktivieren und Impulse zu setzen. Allerdings muss dies in der heutigen Zeit geplant und realisiert werden – vergleichbar mit einem überaus genialen Schachzug. Was in Vienenburg beschlossen wurde, ist bereits vom Ansatz her zum Scheitern verurteilt. Denn wie Bürgermeisterin Eltner zu Recht darauf hinweist, ist der Betrieb einer Stadthalle in der Tat ein Wirtschaftsfaktor und muss höchst professionell aufgestellt und vermarktet werden. Allerdings spielt allein schon der Standort die größte Rolle dabei. Für Vienenburg gehört die Stadthalle an den Vienenburger See. Parkplätze sind vorhanden. Vom Bahnhof nur wenige Schritte entfernt. Von der Autobahn nahezu im Blindflug direkt erreichbar. Alles das muss stimmen, sonst sind die Vorraussetzungen für besucherstarke Messen, Tourneeveranstaltungen und nationale Tagungen nicht erfüllt. Dazu wurde ein erforderliches Alleinstellungsmerkmal in Vienenburg hoffnungslos verspielt. Eine Stadthalle mit Promenadencharakter direkt am See wäre architektonisch nicht nur ein Leckerbissen, sondern auch die geeignete Kulisse für gesellschaftliche und gastronomische Highlights, mit denen sich Vienenburg nachhaltig und auf Dauer in Szene setzten könnte. Mit allem Ernst davon ausgehen zu wollen, dass lediglich ein Neubau die erhofften Gäste, Feste und Veranstaltungen lockt, ist bemerkenswert naiv und zeigt deutlich, wie man ohne kaufmännischen Sachverstand hier zu Werke ging. Am Anfang aller Dinge hätte eine betriebswirtschaftliche Rechung für den Dauerbetrieb stattfinden müssen, und die fehlt ja wohl bis heute.“

Anders sieht es bei Franticzek Podilskow aus. Die Konzeption der Immenröder Harzlandhalle ist deckungsgleich mit den Ilsenburger Erfolgsmodell und wird in das Veranstaltungsnetzwerk für Tourneen, Messen und Tagungen nahtlos eingeklinkt. Verstanden wird dies als moderne Ergänzung zum den Goslarer Institutionen Odeontheater, Kaiserplalz und Kulturkraftwerk. Alles was dort aus Platzgründen nicht stattfinden kann, wird also nun in Immenrode geboten werden können. Uns Immenröder dürfte es freuen. So haben wir nur noch wenige Schritte zu tun, um Operetten, Musicals und Bühnenshows vor Ort genießen zu dürfen.

Die Frage nach ausreichenden Parkplätzen rund um die Immenröder Harzlandhalle ist zur Zeit nur teilweise gelöst. Gegenwärtig finden Verhandlungen statt, um weitere benachbarte Flächen anzukaufen. Über den Fortgang der Dinge werden wir selbstverständlich berichten.